impressum haftungsausschluss

Printable Version

pressetext



Marcus Schatz | Zita Oberwalder
AUSSCHNITTE / CUT OUT

SONNDERSCHAU JUNGE KUNST AUF DER 16. ART INNSBRUCK 2012
24-27 FEBRUAR 2012 FR-SO 11-20 UHR, MO 11-17 UHR

Der Künstler Marcus Schatz und die Künstlerin Zita Oberwalder thematisieren in ihrer gemeinsamen Ausstellung die differenzierte Wahrnehmung von Wirklichkeit/Realität, jedoch mit unterschiedlichen Herangehensweisen.
Vor Ort erzählen, reflektieren sie im Dialog ausschnittweise einerseits aus der eigenen Arbeit, andererseits mit der Arbeit im räumlichen Gegenüber. Der Besucher als Beobachter im visuellen Dialog folgt der Konversation. Bedingt durch individuelle Erfahrungen entsteht ein Assoziationsfreiraum.


Marcus Schatz

Marcus Schatz, der Tiroler Künstler ist geprägt von der Natur, ihren Eindrücken und natürlich gewachsenen Strukturen. Mit seinem sicheren Blick unter die Oberfläche, ergreift er Details und erkennt das Wesentliche. Seine Ausschnitte sind tiefe Einblicke, welche dem Betrachter die Möglichkeit geben den Ursprung zu erahnen, zu erfühlen und vielleicht sogar zu begreifen.

Seine Arbeiten sind Eindrücke aus Landschaftserlebnissen. Er fokussiert, projiziert und schöpft die Möglichkeiten der sinnlichen Wahrnehmung aus dem Wechselspiel von Fläche und Raum & Licht und Schatten aus. Real erlebte Stimmungen werden zurückgeholt, aus dem angestammten Umfeld gelöst und stilsicher in einen neuen Kontext umgesetzt.

Die Reduktion auf das wesentliche, das Auge für Details und das Spiel mit Licht und Schatten schaffen Stimmungen, welche er gezielt einfängt um sie klar und strukturiert dem Betrachter vor Augen zu führen.

Vielfach erachtet er die Verarbeitung seiner Eindrücke weniger als Umsetzung in der Sprache der Kunst, sondern als Spiel mit Licht und Farbe, Form und Raum. Diese spielerische Komponente findet sich auch in Exponaten des Künstlers wieder.

Der Künstler schreibt den sichtbaren Details seiner Arbeiten eine besonders hohe Bedeutung zu. Ob bei der Wiedergabe von Steinflechten, Käferspuren oder Rindenstrukturen ist es ihm wichtig, dass das Leben des Materials, des Ursprunges erhalten bleibt. Umgesetzt durch die Hilfsmittel der Blindprägung, des Siebdruckes und der digitalen Schichtung erzielt er im Wechselspiel mit verschiedenen Materialen eine Dreidimensionalität welche dem Betrachter abhängig vom Standpunkt und Blickwinkel ein Gefühl für den Ursprung der Arbeiten vermitteln soll.

„Es fasziniert mich, wie sich der Blick in einer geschaffenen Arbeit bewegt. Wird er von einem Aufbruch aufgehalten, bewegt er sich in verschiedene Richtungen, schwebt er über einer Fläche, dabei kann man vor- oder zurückgehen, den Blick sperren und öffnen.“ Marcus Schatz

Kurzbiografie:
short biography

marcus schatz

1964 geboren in roppen/ tirol, lebt und arbeitet in tirol/ atelier sonnberg
born in roppen/ lives and works in tyrol/ austria
1979 – 1983 ausbildung als maschinenbautechniker
education as mechanical technician
1984 – 1996 konstrukteur maschinenbau
design engineer for mechanical engineering
seit/since
1996 freischaffender künstler/independent artist



Pressebilder marcus schatz:
stone lichen 2011/ mixed media / siebdruck - plexiglas 100x130x4,5 .pdf [1.959 KB]
pressefoto / marcusschatz.pdf [4.078 KB]
stone lichen 2011/ siebdruck auf plane / 90x120x3cm .pdf [1.263 KB]
Bildunterschrift: www.marcusschatz.com

Zita Oberwalder

Zita Oberwalder verwendet keine besonders präparierten, quasi umprogrammierten Apparate. Sie fügt dem Fotografieren nichts hinzu, noch spart sie etwas davon aus. Technisch ist ihre Fotografie ganz bei sich selbst bzw. dort, wo sie vor der digitalen Wende war: unplugged. Dementsprechend verhalten sich auch ihre Fotografien fürs Erste genau so, wie sich Fotografien eben verhalten. Sie haben Fokus, Perspektive, Grenzen. Oberwalder hat nicht vor, die endlich vielen Möglichkeiten ihrer Fotoapparate bis ins Letzte auszuschöpfen, bis zum letzten gerade noch nicht redundanten Bild zu kommen.

Sie stört das fotografische Prinzip viel grundlegender, weil sie seine Maxime überdenkt. Das zeigt sich in der Beziehung ihrer Fotos zu den darauf abgebildeten Dingen und Geschehnissen. Oberwalder fotografiert die Dinge nicht, um sie damit festzuhalten, still zu stellen. Eigentlich zielt sie an den Dingen und Ereignissen vorbei, fokussiert auf das nebenher Laufende, die Ränder des gemeinhin Bildwürdigen. Ihre Bilder stehen deshalb unter dem Druck, des von außen in sie Drängenden. Als persönliche Erinnerungsbilder erreichen ihre Fotografien mnemotechnische Qualitäten, die über rein didaktische Zusammenhänge weit hinausgehen, folgen einer Logik, die sich nicht rechtfertigen muss, sondern schlichtweg funktioniert. Die Bühnen, die sie damit der Fantasie des Bildbetrachters baut, sind prekäre Orte im Dazwischen. Ihre Bilder führen keine stolze Rede, sondern breiten ein Gemurmel aus, das Spuren unterschiedlicher Geschichten in sich trägt. Oberwalders Bilder „tragen einander in sich“. Einmal aufgenommen sind sie Teil eines persönlichen Archivs und sind als solche frei, aus ihren ursprünglichen Zusammenhängen auszubrechen, assoziativ rekombinierbar. Auch wenn sie Architekturen in den Blick nimmt, ist ihr Metier nie das architektonisch Festgefügte. Vielmehr das Fluide, Kontingente.
erzählungen, reflektierendes und färbungen - 2011

Kurzbiografie:
Zita Oberwalder
Geboren 1958 in Osttirol
Ausbildung zur Fotografin
Hinwendung zur künstlerischen Fotografie - Architekturfotografie - Mitglied der Tiroler Künstlerschaft - Mitglied der IG Architekturfotografie -
Ausstellungen ab 1987

Pressebilder zita oberwalder:
zita oberwalder.pdf [4.372 KB]
Bildunterschrift: zita oberwalder