die kraft des wesentlichen...
mag. evelin juen über den künstler marcus schatz
ein fluss von worten sprudelt aus ihm heraus, dahin, dorthin, weit verzweigt, oft verwirrend, charmant weggewischt von dem plötzlichen, mit leichter schamesröte gefärbtem eingeständnis: manchmal rede ich ein bisschen viel...
doch das scheint nicht verwunderlich, so vieles, das ihn bewegt, das sein Interesse erregt, das alte und das neue, die menschen, und immer wieder und als teil seines selbstverständnisses, die natur und ihre gesetzmäßigkeiten. in den ritzen der felsen, unter der rinde von bäumen, in den kristallen des eises liegen die wunder verborgen, noch heute, natürlich.
fundstücke, bruchstücke, fragmente, alles aus dem gleichen Stoff in seiner verschiedenartigkeit, alles energie. die zeit schleift risse und falten in stein und holz, fließt als bach und regen, in sich ein endloses band der veränderung, weil nichts bleibt. im stein das fließen des wassers,
als skizze die spuren abgenommen, genau die konturen nachgezeichnet, die form dessen, was ist, stimmt. auf unterschiedlichen flächen, und untergründen gebannt, viele kleine abfallstückchen, eigentlich, doch uneigentlich wunderbar dunkler, zackiger
bitumenmergel, der als kaskade sich zum wasser wandelt und in ruhe verharrt. so, als wäre der augenblick die ewigkeit.
´für meine Kunst gibt es keine worte´, sagt marcus schatz und mag damit recht haben, denn ihre sprache ist die der zeichen, der symbole, der mythen.reduziert und unmissverständlich, eingegraben in unser unterbewusstsein, bereit für den dialog.
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